Leipziger Volkszeitung

(…) Granden der Branche wie Archie Shepp, Sonny Rollins, Nils Petter Molvaer und viele mehr pflegen ihre eigenen Labels. Neuerdings auch Posaunist Gerhard Gschlößl. In Berlin gründete er gemeinsam mit dem Gitarristen Alberto Cavenati und dem Schlagzeuger Sunk Pöschl, eine Ornette-Coleman-Komposition zitierend das Label “Trouble in the East”, wo nun gleich mit vier CDs losgelegt wird. Anarchisch, verspielt, voller Witz und Verve spiegeln sie so in voller Vitalität die agile Berliner Szene: ihre internationale Anziehungskraft, ihre Bandbreite, ihre ungestüme Kreativität und ihre Netzwerkfähigkeit. “Die Tage der Major- und Mediumlabels sind gezählt”, konstatieren sie selbstbewusst, “Musiker vermarkten ihre Sache selbst, um die wichtigsten Belange in der eigenen Hand zu haben.”

Ulrich Steinmetzger, Leipziger Volkszeitung 29.4.2016

Berliner Zeitung

Die Wärme des Klangs. Unter dem Titel „Ein Gschlößl Pöschl mit Cavenati“ präsentieren sich die drei Gründungsmitglieder des neuen Indie-Labels Trouble In The East Records. Nicht nur den Namen ihrer feinen Firma haben die drei in Berlin lebenden Musiker, Posaunist Gerhard Gschlößl, Gitarrist Alberto Cavenati und Schlagzeuger Sunk Pöschl, bei Ornette Coleman entdeckt: Sie wollen ihre Sache selbst in die Hand nehmen und die Vermarktung ihrer Produkte von zu Hause aus betreiben. Das Geschäftsmodell sieht zunächst Produktionen aus dem inneren Kreis der Musiker vor, sie sind als Download erhältlich oder werden als CD verschickt. Ein Highlight der ersten vier Veröffentlichungen ist das Projekt der Bassistin Maike Hilbig mit Johannes Fink am Cello und Gerhard Gschlößl. Ein Trio mit zwölf schönen Stücken und Titeln wie „Schönefeld Tegel“, „Nord Berlin“ und „Mosh’s Cafe“, bei dem besonders die Wärme des Klangs und die Dichte der Improvisation überzeugen. Vorwärts – Rückwärts ist live am 20. Mai in der Buchhandlung Montag, Pappelallee 25, und am 13. August beim Festival Jazz an der Lohmühle zu hören.

Christian Broecking, Berliner Zeitung 14.05.2016

Jazzpodium

Trouble In The East Records wählten der Posaunist Gerhard Gschlößl, der Gitarrist Alberto Cavenati und der Schlagzeuger Sunk Pöschl, die alle drei Ostberlin zu ihrem Wohnort gemacht haben, als Name für ihr neu gegründetes Label, das nach einem Stück von Ornette Coleman benannt ist. Das Label steht für inspirierte Musik abseits des kommerziellen Kalküls. Das musikalische Spektrum reicht von Auskomponiert-Preziosen bis zur Experimentalimprovisation. Das Unternehmen betreibt eine Internetbasis inklusive Webstore. In regelmäßigen Abständen werden Label-Festivals veranstaltet, die Ensembles aus dem TITE-Programm vorstellen. Die Gründungsfeier fand bereits am 20.4. mit einer Label-Night im Aufsturz in Berlin statt, es stellten sich dabei vor: Ein Gschlößl Pöschl mit Cavenati, TILTH und Vorwärts- Rückwärts. Alle drei Formationen sind bereits auf TITE-Records zu hören, zudem zählt zu den ersten Veröffentlichungen des Labels die Formation Reich durch Jazz.

JAZZPODIUM 2/16